Im Jahre 2002, als wir von Frau Melis, einem rettenden Engel aller Katzen, unser Geschwistertrio als Babys zu uns holten, waren bereits "Katerle" - Wolfgang's weißer Kater und zwei Geschwisterkatzen seines Neffen bei uns. Das heißt, damals waren es insgesamt 6 Stubentiger.
Dieses Haustürschild habe ich 2002 gemalt, es hängt noch immer, obwohl schon seit mehreren Jahren unsere Hunde auf uns aufpassen (Bitte nicht lachen!). Eigentlich hat es Lady immer noch nicht verlernt, zu melden. Wenn bei uns die Hausglocke geht, knurrt sie laut und stellt ihr Haar.
Leider wurde Katerle angefahren und erlag seinen Verletzungen, Medi mussten wir wegen Darmkrebs einschläfern lassen.
Unsere Medi nannten wir liebevoll "Schütze Benjamin", denn sie war überall dabei. Den größten Spaß hatte sie daran, wenn wir irgendwo aufgruben und sie wie von der Tarantel gestochen durch die Erdgräben sausen konnte. Nichts, aber auch gar nichts ließ sie aus: weder Klettern auf hohe Bäume, auf Standgriller und Dächer kraxeln, auf Wolfgangs Motorradkoffer zu sitzen, noch zum Kuscheln und Schmusen kommen. Sie war für uns einzigartig!
Katerle, Zwicki oder vornehm genannt "Cicero" war der Einzelgänger schlechthin. Er wollte seine Ruhe haben, schlief den ganzen Tag über im Bett und nach dem Fressen ging er auf Wanderschaft. Am meisten liebte er es, auf deinem Bauch zu liegen, gekrault zu werden und durchdringend zu schnurren.
Nun wohnen noch vier Katzen bei uns, 2 kastrierte Kater und 2 kastrierte Kätzinnen.
Hier möchte ich euch die vier vorstellen, die friedlich miteinander und nebeneinander mit Lucky, Arrow und Charly unter einem Dach leben.
Lady, die Schwester von Medi:
Lady ist Wolfgang's Liebling, und sie ist verrückt nach ihm. So wie auf den Fotos liegt sie gerne auf der Stiege und wartet, bis ihr Herrli heim kommt. Dann begrüßt sie ihn maulend und jammert so lange weiter, bis er sie begrüßt. Von da an wartet sie und wartet, bis Wolfi ins Bett geht. Im Nu liegt sie auf seinem Bauch, schnurrt genüsslich und ist zufrieden.
Tom, unser Schwergewichtler:
Tom wird von uns liebevoll "DICKER" genannt, denn er kann es korpusmäßig ohne weiteres mit einer kleinen Hunderasse aufnehmen. Während des Tages liegt er gerne im Wintergarten im Schlafsessel oder auf dem hohen Kratzbaum im 1. Stock. Gegen Abend verlangt er drängend sein Futter und geht anschließend strawanzen.
Tom hat seine eigene Art, unseren Hunden zu begegnen. Er stellt sich ihnen in den Weg, stellt sich auf die Tatzenspitzen und schmeichelt den Hunden um den Bart und unter dem Bauch durch. Er raucht die sogenannte "Friedenspfeife"!
Jerry, unser Waschgangüberlebender:
Jerry ist Tom's Bruder. Als kleines Katzenbaby kroch er einmal unbemerkt in die Waschmaschine und ich habe ihn längere Zeit mitgewaschen, bis ich auf sein jammerndes Geschrei aufmerksam wurde. Ich dachte, er würde mir nie verzeihen. Doch es ist ganz anders. Jerry ist mir zugetan, es ist eine ganz besondere Beziehung zwischen uns beiden.
Als Arrow mit 8 Wochen zu uns kam, sah ihn Jerry an, fauchte und zog in den 1. Stock. Ein ganzes Jahr lang kam er nicht herunter. Ich sagte immer:" Wenn Jerry unseren Kleinen sieht, bekommt er sicher einen Schock", denn der Kater wusste nur von dem kleinen Fellknäuel.
Heute begegnen sich die beiden mit Respekt. Lucky wurde und wird nach wie vor von Jerry launenhaft geohrfeigt, Charly hingegen ignoriert er.
Lisa, unsere Grünäugige:
Lisa ist die Schwester von Tom und Jerry. Im Gegensatz zu ihren Brüdern ist sie jedem zugänglich. Lisa ist neugierig und offen, fordert lautstark ihre Streicheleinheiten ein und krallt nach deinem Arm, wenn du sie nicht beachtest.
Am liebsten schläft sie in engen Plätzen, z.B. in Blumenübertöpfen, in kleinen Körben, in Nachtkästchen, oder, wie ihr sehen könnt, in einer Schachtel, die eigentlich verheizt werden sollte.
Lisa mag es gerne, wenn die Hunde aus dem Haus sind und sie auf dem Außenstiegengeländer sitzend alles beobachten kann.
Die meiste Zeit verbringt sie, genauso wie alle anderen, im Haus, obwohl sie freien Ausgang hat.
Katzentatzen - Kuschelbilder:
Ich habe Tomtom und Jerry beim Kuscheln und Nickerchen halten überrascht. Da mussten sofort Fotos
gemacht werden. Die beiden waren nicht sehr begeistert, dass ich sie beim Tagsüberschläfchen gestört hatte.
Das kommt mir bekannt vor, wie bei den Hunden: Fotografieren, zum Gähnen langweilig!
